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Kreation digitaler Inhalte

Hier finden Sie eine anschauliche und beispielhafte Beschreibung der Teilkompetenzen, die der Kompetenzbereich "Kreation digitaler Inhalte" des Digitalen Kompetenzmodells für Österreich umfasst:


Digitale Inhalte entwickeln

Im Digitalen Kompetenzmodell für Österreich ist das Teilkompetenz 3.1 im Kompetenzbereich 3 “Kreation digitaler Inhalte“.

Was ist das?

Dieser Kompetenzbereich umfasst Fähigkeiten, um digitale Inhalte in verschiedenen Formaten erstellen, bearbeiten und in verschiedenen Situationen anwenden zu können. Er beinhaltet auch den Aspekt, sich mit digitalen Mitteln ausdrücken zu können.

Was bedeutet es praktisch?

Digital kompetente Personen können digitale Inhalte in Form von Text, Bild, Video und Audio erstellen und bearbeiten. Sie können dafür verschiedene digitale Geräte nutzen und kennen Programme, die für die Erstellung und Bearbeitung digitaler Inhalte geeignet sind. Ein Beispiel dafür wäre mit dem Smartphone ein Video aufzunehmen und es anschließend mit einer digitalen Anwendung zu bearbeiten. Die erstellten digitalen Inhalte können von digital kompetenten Personen in privaten und beruflichen Situationen zur Kommunikation oder Präsentation und Vermittlung von Inhalten verwendet werden.

Warum ist das wichtig?

Durch die Digitalisierung wird sowohl im privaten als auch im beruflichen Kontext immer weniger mit analogen Medien gearbeitet und kommuniziert. So schreiben die meisten Personen weitaus seltener einen Brief als sie zum Beispiel ein Foto in einem Messenger verschicken. Im und über das Internet können nur digitale Inhalte zur Verfügung gestellt und verbreitet werden. Zudem sind digitale Inhalte „haltbarer“ als analoge. Ein digitaler Text hält unbegrenzt lange, während beispielsweise ein gedruckter Text verloren gehen oder beschädigt werden kann.

Wo kann ich weiterlernen?

Auf der Homepage von fit4internet finden Sie unter der Rubrik „Verstehen“ weitere Hintergrundinformationen zum Digitalen Kompetenzmodell für Österreich. Unter „Lernen“ finden Sie Lernangebote zur Steigerung Ihrer digitalen Kompetenz.


Digitale Inhalte integrieren und neu erarbeiten

Im Digitalen Kompetenzmodell für Österreich ist das Teilkompetenz 3.2 im Kompetenzbereich 3 “Kreation digitaler Inhalte“.

Was ist das?

Der Kompetenzbereich umfasst die Fähigkeiten, Informationen und Inhalte in bestehende Wissenssammlungen zu integrieren sowie das dort vorfindliche Wissen zu erweitern und zu verbessern. Er beinhaltet auch das selbstständige Erstellen von neuen Inhalten und Kenntnissen.

Was bedeutet es praktisch?

Die verfügbare Informationsfülle im Internet steigt ständig. Auch Internet-User selbst schaffen laufend neue Inhalte („nutzergenerierte Inhalte“). Entweder werden diese gemeinsam online erarbeitet, oder von einzelnen Personen veröffentlicht. Nutzerinnen und Nutzer auf den Stufen der Alltagskompetenz (1-4) kennen die verschiedenen Möglichkeiten, online nutzergenerierte Inhalte zu finden (Wikis, Foren, Soziale Medien, Blogs) und sie für ihre eigene Informationsbeschaffung zu nutzen. Außerdem können sie selbst einfache Beiträge liefern. Zum Beispiel können Sie sich in einem Forum anmelden und dort posten oder in Sozialen Medien einen eigenen Beitrag teilen bzw. die Beiträge anderer kommentieren. Personen auf höheren Kompetenzstufen können selbstständig Wissen in vorhandene Wissenssammlungen einfügen und das dort vorhandene Wissen (auch gemeinsam) weiterentwickeln.

Warum ist das wichtig?

Ein großer Teil der Bürgerinnen und Bürger nutzt das Internet, um den täglichen Informationsbedarf zu decken. Die Verfügbarkeit und die Qualität von Wissen und Informationen sind im Netz aber nicht selbstverständlich gegeben. Wenn viele Menschen Wissen beisteuern, kann also einerseits neues Wissen erzeugt bzw. die Qualität von bereits verfügbaren Inhalten verbessert werden. Andererseits kann Wissen so vielen Menschen zugänglich gemacht werden. Man spricht dann von einer „Demokratisierung des Wissens“.

Wo kann ich weiterlernen?

Auf der Homepage von fit4internet finden Sie unter der Rubrik „Verstehen“ weitere Hintergrundinformationen zum Digitalen Kompetenzmodell für Österreich. Unter „Lernen“ finden Sie Lernangebote zur Steigerung Ihrer digitalen Kompetenz.


Werknutzungsrechte und Lizenzen

Im Digitalen Kompetenzmodell für Österreich ist das Teilkompetenz 3.3 im Kompetenzbereich 3 “Kreation digitaler Inhalte“.

Was ist das?

Der Kompetenzbereich umfasst das Wissen über die Geltung von Werknutzungsrechten und Lizenzen (z.B. „Creative Commons“) für digitale Inhalte, Daten und Informationen. Er beinhaltet auch die Fähigkeit, dieses Wissen bei der Nutzung von digitalen Inhalten korrekt anzuwenden bzw. bei der Erstellung von solchen Inhalten zu berücksichtigen.

Was bedeutet es praktisch?

Nur weil Texte, Bilder, Grafiken usw., im Internet leicht zu finden und frei zugänglich sind, bedeutet das nicht, dass sie niemandem gehören und daher beliebig für die eigenen Zwecke verwendet werden können. Die Person, welche die Inhalte erstellt hat, wird als Urheber/Urheberin bezeichnet und ist damit in der Regel auch der/die Eigentümerin des Werkes. Von einem Werk spricht man dann, wenn die geistige Schöpfung der Person ein Mindestmaß an Individualität und Originalität aufweist und somit automatisch urheberrechtlich geschützt ist. Nur der/die Urheberin darf das Werk verteilen, verkaufen, zugänglich machen und verleihen. Nutzt man also ein Werk ohne das Einverständnis der Urheberin/des Urhebers und ist der Inhalt zudem nicht offen lizenziert, begeht man eine Urheberrechtsverletzung und macht sich strafbar.

Warum ist das wichtig?

Das Urheberrecht schützt das (geistige) Eigentum von Personen. Digital kompetent Handelnde sollten sich daher der Rechtslage bewusst sein und richtig mit nicht-selbsterstellten Werken im Internet umgehen können. Das beinhaltet auch die korrekte Handhabung von offen lizenziertem Material. Wenn man selbst Inhalte erstellt und öffentlich macht, ist Wissen über die eigenen Rechte als Urheber/Urheberin sowie die Möglichkeiten der Lizenzierung des eigenen Werkes unerlässlich.

Wo kann ich weiterlernen?

Auf der Homepage von fit4internet finden Sie unter der Rubrik „Verstehen“ weitere Hintergrundinformationen zum Digitalen Kompetenzmodell für Österreich. Unter „Lernen“ finden Sie Lernangebote zur Steigerung Ihrer digitalen Kompetenz.


Programmieren und Abläufe automatisieren

Im Digitalen Kompetenzmodell für Österreich ist das Teilkompetenz 3.4 im Kompetenzbereich 3 “Kreation digitaler Inhalte“.

Was ist das?

Dieser Kompetenzbereich beinhaltet die Fähigkeit, eine Abfolge verständlicher Anweisungen für ein Computersystem zur Lösung eines bestimmten Problems oder zum Ausführen einer bestimmten Aufgabe zu planen und zu entwickeln.

Was bedeutet es praktisch?

Digital kompetente Menschen sind in der Lage, digitale Abläufe in einem Computersystem bzw. Programm zu verstehen und verfügen über ein Grundverständnis im Bereich Programmieren. Eng im Zusammenhang mit dem eigentlichen Programmieren steht das informatische Denken (Computational Thinking). Dabei geht es zum Beispiel um das Definieren von Problemlösungsschritten, die in einer bestimmten Reihenfolge (parallel oder nacheinander) ablaufen sollen. Menschen, die digital kompetent handeln können, kennen Programmiersprachen und ihren Aufbau in Syntax und Semantik und können verschiedene Arten von Programmiersprachen unterscheiden, auf einem fortgeschrittenen Level sogar anwenden. So können verständliche Anweisungen für ein Computerprogramm oder eine App erstellt und damit digital Probleme gelöst werden.

Warum ist das wichtig?

Aus unserer heutigen Welt sind Apps, Computer, Programme, Websites, Smartphones und viele weitere Technologien nicht mehr weg zu denken. Um zu verstehen, wie diese Dinge funktionieren, braucht es zumindest ein Grundverständnis im Bereich des Programmierens und als Grundlage dafür Computational Thinking. Das bedeutet, zu verstehen, dass es für das Programmieren notwendig ist, Problemlösungsschritte zu analysieren, Muster zu erkennen und Prozesse zu definieren. Für das Verfassen diverser Codes braucht es in einem weiteren Schritt verschiedene Programmiersprachen.

Wo kann ich weiterlernen?

Auf der Homepage von fit4internet finden Sie unter der Rubrik „Verstehen“ weitere Hintergrundinformationen zum Digitalen Kompetenzmodell für Österreich. Unter „Lernen“ finden Sie Lernangebote zur Steigerung Ihrer digitalen Kompetenz.

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