Fragen und Antworten

Hier finden Sie Fragen und Antworten rund um die Plattform fit4internet und den CHECK Digitale Alltagskompetenz.
 
Welches Ziel verfolgt der CHECK Digitale Alltagskompetenz?
Der CHECK verfolgt das Ziel, der Bevölkerung die Möglichkeit zur Einschätzung ihrer individuellen digitalen Alltagskompetenz zu geben - basierend auf dem Digitalen Kompetenzmodell für Österreich, das auf dem Europäischen Standard DigComp 2.1 beruht.
 
Wie ist der CHECK entstanden?
Der CHECK entstand in mehreren Schritten 2018. Den Ausgangspunkt bildete eine umfassende, internationale Recherche über Modelle digitaler Kompetenz und deren Anwendung in der Praxis sowie zu vorhandenen Tools. In einem weiteren Schritt wurden Experteninterviews durchgeführt und schließlich das Digitale Kompetenzmodell für Österreich (DigComp 2.2 AT) entwickelt. In einem Experten- und Stakeholder-Workshop fand eine 360-Grad-Reflexion der Erstversion des CHECKs statt. Die Version 2 wurde mit ca. 400 Personen unterschiedlicher Alters- und Berufsgruppen, Feedback-Auswertung und statistische Auswertung getestet, ergänzt um eine nochmalige Recherche nach zwischenzeitlich evtl. neu entwickelten Tools. Das Ergebnis dieses Prozesses ist der CHECK Version 3, der seit 14.5.2019 öffentlich verfügbar ist.
 
Warum hat der Verein f4i einen CHECK für digitale Alltagskompetenz entwickelt?
Der Staat hat diese Aufgabe an Expertinnen und Experten übertragen, die interdisziplinär und organisiert über fit4internet unter Einbindung breiter Wirtschaftskompetenz gearbeitet haben. Das Digitale Kompetenzmodell für Österreich wurde als Ausgangspunkt und Basis seitens BMDW vorgegeben.
 
Wer definiert, was digitale Kompetenz ist?
Die Europäischen Kommission hat den Kompetenzrahmen für digitale Kompetenzen (DigComp 2.1) vorgegeben und dieser wurde für Österreich als Digitales Kompetenzmodell (DigComp 2.2 AT) weiterentwickelt.
 
Welche Expertinnen und Experten waren bei der Entwicklung des CHECKS maßgeblich eingebunden?
Der CHECK wurde in Zusammenarbeit von zahlreichen im Aus- und Weiterbildungsbereich etablierten Unternehmen bzw. Institutionen entwickelt und hat in unterschiedlichen Phasen die Expertise von weit mehr als 50 Expertinnen und Experten interdisziplinär einbezogen.
 
Auf welcher wissenschaftlichen Logik beruht der CHECK bzw. die Ergebnisse des CHECK?
Der Test ist ein CHECK! Und das ist ein wesentlicher Unterschied. Hinsichtlich der Messgenauigkeit ist wesentlich, zu verstehen, dass es noch keine „geeichte“ Messlatte für Digitale Kompetenzen gibt. Umgekehrt ist die Arbeit in diesem Projekt ein Beitrag zu einer späteren, „genaueren“ Möglichkeit zur Kompetenzmessung. Darüber hinaus orientiert sich die gesamte Entwicklung am Stand wissenschaftlicher Forschung: „Lernseitige“ Pädagogik; qualitative Einzel- und Fokusgruppeninterviews mit entsprechender datenbankgestützter Auswertung; iterative Entwicklungsschritte, wie sie zB in der action-research üblich sind; internationale Literatur-Recherche; div. statistische Methoden zur Item-Bewertung.
 
Manche der Fragen und Antworten klingen auf den ersten Blick banal, welche Aussagekraft hat der CHECK?
Wenn Sie die Fragen des CHECKS Digitale Alltagskompetenz als „banal“ ansehen, können Sie davon ausgehen über digitale Alltagskompetenz zu verfügen. Unsere Feldversuche haben gezeigt, dass der CHECK für digital ungeübte Personen nicht banal ist. Oft wurde den Testenden durch den CHECK deutlich gemacht, dass einzelne Kompetenzbereiche „ausbaufähig“ sind – z.B. der Bereich Sicherheit. Der jetzt vorliegende CHECK deckt aus Expertensicht digitale Alltagskompetenz ab, erhebt aber keinen Anspruch auf Aussagekraft hinsichtlich digitaler Kompetenzen im beruflichen Alltag – und schon gar nicht für berufliche Spezialkompetenzen.
 
Was ist der Unterschied zwischen dem CHECK Digitale Alltagskompetenz light und dem CHECK Digitale Alltagskompetenz advanced?
Die beiden Versionen unterscheiden sich in der Aufbereitung der Fragen:
  • Wählen Sie am besten die „light“-Version, wenn das Thema digitale Kompetenz für Sie neu ist und Sie sich Schritt für Schritt annähern möchten.
  • Wählen Sie die „advanced“-Version, wenn Sie nach eigener Einschätzung bereite über digitale Kompetenz verfügen. Sie brauchen diese, um die Antwortmöglichkeiten verstehen und richtig interpretieren zu können.
Welche Art der Qualitätssicherung wird umgesetzt?
Die Qualitätssicherung wurde und wird kontinuierlich über Feedbackschleifen und Evaluierungen durchgeführt und neue Versionen daraus abgeleitet bzw. einer österreichweiten Testung unterzogen. Darüber hinaus ist ein 2nd-Level-Support eingerichtet, der Rückmeldungen und Erkenntnisse systematisch sammelt, clustert, und für die nächste Iteration des CHECK bereithält.
 
Wie sind die weiteren Entwicklungsschritte oder bleibt es bei der Digitalen Alltagskompetenz?
Als nächster Schritt über die Alltagskompetenzen hinaus ist die Entwicklung eines Tools geplant, das sich auf berufliche digitale Kompetenzen auf Kompetenzstufe 4 bis 5 bezieht.