Skip to content

Grundlagen und Zugang

Digitale Grundlagen zu verstehen ist Voraussetzung dafür, sich in einer digitalen Welt zurechtzufinden. Hier finden Sie eine anschauliche und beispielhafte Beschreibung der Teilkompetenzen, die der Kompetenzbereich "Grundlagen und Zugang" des Digitalen Kompetenzmodells für Österreich umfasst:


Konzepte der Digitalisierung verstehen

Im Digitalen Kompetenzmodell für Österreich ist das Teilkompetenz 0.1 im Kompetenzbereich 0 „Grundlagen und Zugang“.

Was ist das?

Dieser Kompetenzbereich beinhaltet das Verständnis für den technischen Unterschied zwischen „analog“ und „digital“, sowie für die grundlegenden Strukturen, Eigenschaften und Begrifflichkeiten des Internets.

Was bedeutet es praktisch?

Digital kompetente Personen wissen zum Beispiel, dass analoge Signale stufenlos sind. Das bedeutet, dass sie unendlich genaue Information enthalten. Ihre Digitalisierung ist daher immer eine Reduktion (das merkt man zum Beispiel, wenn man eine Konzertaufnahme mit dem Original im Konzertsaal vergleicht). Gleichzeitig sind digitalisierte Daten aber dafür immer in der gleichen Qualität verfügbar: Während ein ausgedrucktes Foto in einem Album über die Jahre vergilben kann, wird ein digitales Bild immer gleich aussehen. Ein weiterer Vorteil von digitalen Daten ist, dass diese auch leichter gespeichert und weitergegeben werden können. Viele Technologien (z.B. Uhr, Telefon und Fernsehen) existieren derzeit in einer analogen und einer digitalen Variante.

Warum ist das wichtig?

Die digitale und die analoge Welt verschwimmen heutzutage immer stärker ineinander. Das zeigt sich vor allem daran, dass das Internet allgegenwärtig ist und nicht mehr aus unserer analogen Welt weggedacht werden kann. Je stärker gesellschaftliche, wirtschaftliche, aber auch private Prozesse (wie z.B. Kommunikation) ins Netz verlagert werden, desto wichtiger ist es, diesen neuen Raum auch ausreichend zu verstehen. Ein Wissen über die grundlegenden Eigenschaften und Funktionsmechanismen des Netzes sind daher unerlässlich.

Wo kann ich weiterlernen?

Auf der Homepage von fit4internet finden Sie unter der Rubrik „Verstehen“ weitere Hintergrundinformationen zum Digitalen Kompetenzmodell für Österreich. Unter „Lernen“ finden Sie Lernangebote zur Steigerung Ihrer digitalen Kompetenz.


Digitale Geräte bedienen

Im Digitalen Kompetenzmodell für Österreich ist das Teilkompetenz 0.2 im Kompetenzbereich 0 „Grundlagen und Zugang“.

Was ist das?

Digitale Geräte bedienen zu können bedeutet, sich verschiedene Bedienungsmöglichkeiten und –konzepte neuer Technologien anzueignen, sie zu verstehen und anzuwenden.

Was bedeutet es praktisch?

Dazu ein Beispiel: ein Smartphone bedienen zu können ist eine Kompetenz, die häufig im Alltag und im Berufsleben benötigt wird. Auf den Stufen 1-4 bedeutet das konkret das Gerät einschalten, Apps aufrufen und sonstige Routinetätigkeiten durchführen zu können. Mit steigender Kompetenzstufe wird die Anwendung immer selbstständiger. So vollzieht sich der Aneignungsprozess auf den Stufen 1-2 über das Erinnern von Gezeigtem, also Nachahmung. Auf den Kompetenzstufen 3-4 hat man bereits die grundlegenden Anwendungskonzepte verstanden und weiß schon recht selbstständig, wie das Gerät zu bedienen ist.

Warum ist das wichtig?

Um digital kompetent handeln zu können, braucht es ein grundlegendes Verständnis basaler Konzepte der Digitalisierung und Anwendungsmöglichkeiten digitaler Geräte. Der Kompetenzbereich 0 ist somit die Voraussetzung für alle anderen Kompetenzbereiche und wurde deswegen im österreichischen Kompetenzmodell gegenüber dem DigComp 2.1. ergänzt.

Wo kann ich weiterlernen?

Auf der Homepage von fit4internet finden Sie unter der Rubrik „Verstehen“ weitere Hintergrundinformationen zum Digitalen Kompetenzmodell für Österreich. Unter „Lernen“ finden Sie Lernangebote zur Steigerung Ihrer digitalen Kompetenz.


Inklusive Formen des Zugangs zu digitalen Angeboten kennen, nutzen und bereitstellen

Im Digitalen Kompetenzmodell für Österreich ist das Teilkompetenz 0.3 im Kompetenzbereich 0 “Grundlagen und Zugang“.

Was ist das?

Diese Kompetenz umfasst das Wissen über technische Möglichkeiten digitaler Barrierefreiheit sowie die Fähigkeit, diese anzuwenden und bereitzustellen. Außerdem beinhaltet der Kompetenzbereich das Bewusstsein hinsichtlich verschiedener Diskriminationsfaktoren wie zum Beispiel Geschlecht, Kultur oder Behinderung bei der Nutzung digitaler Technologien.

Was bedeutet es praktisch?

Nicht alle Personen haben die gleichen Möglichkeiten, digitale Technologien zu verwenden. Dabei kann es schon bei sehr grundlegenden Dingen zu Nutzungs-Barrieren kommen: Zum Beispiel können Menschen mit einer motorischen Beeinträchtigung der Hände nicht ohne Weiteres Touchscreens oder Tastaturen benutzen. Daher gibt es digitale Sprachassistenten, die diesen Personen eine alternative Nutzungsmöglichkeit bieten und darüber hinaus auch für Menschen ohne Beeinträchtigung praktisch sein können. Auch für blinde oder sehbeeinträchtigte Menschen ist die Verwendung von digitalen Technologien mit einigen Hürden verbunden. Es wurden deshalb zum Beispiel Programme, sogenannte Screenreader, entwickelt, die den blinden Personen die Inhalte auf dem Bildschirm vorlesen und ihnen ermöglichen, im Internet zu surfen, Dokumente zu lesen und zu schreiben usw.

Warum ist das wichtig?

Im Zeitalter der Digitalisierung ist die soziale Teilhabe zunehmend mit Fragen der digitalen Partizipation verbunden. Da zentrale Aspekte des gesellschaftlichen Lebens bereits online und digitalisiert stattfinden, müssen alle Menschen zumindest annähernd dieselben Chancen erhalten, an diesen teilzunehmen und sich einbringen zu können.

Wo kann ich weiterlernen?

Auf der Homepage von fit4internet finden Sie unter der Rubrik „Verstehen“ weitere Hintergrundinformationen zum Digitalen Kompetenzmodell für Österreich. Unter „Lernen“ finden Sie Lernangebote zur Steigerung Ihrer digitalen Kompetenz.

Zurück zur Kompetenz-Übersicht