fit4internet zum Jahreswechsel: viel erreicht und noch mehr geplant

fit4internet, der Verein zur Steigerung digitaler Kompetenzen in Österreich, blickt auf ein arbeits- und ereignisreiches Jahr zurück. Projekte wie das „Kaffee Digital“, der „Smartphone-Führerschein“ oder der „CodingDay4Kids“ und der „fit4internet Youth Hackathon 2019“ sind äußerst erfolgreich an den Start gegangen und werden auch 2020 weitergeführt und ausgebaut. Ziel ist es, die führende Instanz für digitale Kompetenz in Österreich zu werden.
 

Erste Meilensteine

In Kooperation mit dem Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) sowie dem Österreichischen Seniorenrat startete die Initiative fit4internet bereits 2018 mit ersten Schnupperkursen zum Aufbau digitaler (Basis-)Kompetenzen. Am Einsteigerformat „Kaffee Digital“, speziell entwickelt für die Generation 60+, haben seitdem mehr als 1.500 Seniorinnen und Senioren teilgenommen und weitere 1.000 Personen stehen für das kommende Jahr auf der Warteliste. Der „CHECK Digitale Alltagskompetenz“, der Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht, eine anonyme Selbsteinschätzung der eigenen digitalen Fähigkeiten vorzunehmen, zählt ebenfalls zu den Meilensteinen des Vereins. Knapp 10.000 Österreicherinnen und Österreicher haben den Selbsttest seit dem Start Mitte Mai 2019 genutzt. Mit dem Pilotprojekt „Smartphone-Führerschein“ konnten über 200 digitale Einsteigerinnen und Einsteiger in Oberösterreich Stufe drei bis vier des achtstufigen Kompetenzmodells und somit die sogenannte „digitale Alltagskompetenz“ erlangen. Im Juni 2019 wurde das Pilotprojekt seitens des BMDW auf ganz Österreich ausgeweitet, um rund 800 vorgemerkte Personen in allen Bundesländern in Smartphone-Führerschein-Kursen zu schulen. Die Erkenntnisse aus diesen beiden Pilotprojekten dienen nun der Ableitung weiterer Maßnahmen, um der Generation 60+ einen möglichst strukturierten und standardisierten Einstieg in die digitale Welt zu ermöglichen.
 

Nachwuchsförderung

Seit Mitte 2019 hat fit4internet Youth Hackathons im Zuge des CodingDay4Kids und zahlreicher weiterer Veranstaltungen gemeinsam mit Partnerunternehmen sowie „DaVinciLab“ durchgeführt. Kinder und Jugendliche im Alter von 8-16 Jahren sowie Lehrlinge programmierten gemeinsam in Teams Spiele und Apps und setzen damit erste Schritte in die Programmierwelt. Beim größten Youth-Hackathon-Wettbewerb Österreichs wurden die besten Spiele und Apps aus den Veranstaltungen dann von einer hochkarätigen Jury gemeinsam mit dem BMDW im November 2019 prämiert und ausgezeichnet. Insgesamt wurden mehr als 170 Spiele und Apps von 300 Kindern und Jugendlichen unterschiedlicher Altersstufen eingereicht.
 

Fokus auf Schwerpunktthemen

Im August 2019 hat fit4internet gemeinsam mit der Digitalisierungsagentur (DIA) und Codeversity eine Umfrage zum Thema „Künstliche Intelligenz – Anwendung und digitale Kompetenz“ gestartet. Die ersten Ergebnisse haben gezeigt, dass dem Großteil der Befragten nicht bewusst ist, in welchen Anwendungsbereichen KI tatsächlich enthalten ist. Daher entwickelt der Verein gemeinsam mit Partnern Online-Lernmodule zum Thema „Künstliche Intelligenz und Ethik“, mit dem Ziel, Basiswissen über KI zu vermitteln und die österreichische Bevölkerung über Chancen, Risiken und ethische Herausforderungen von KI aufzuklären. Die anonyme Umfrage wird 2020 weitergeführt, denn je mehr Daten vorliegen, umso zielgerichteter können passende Angebote entwickelt werden.

Zudem wird die technische Weiterentwicklung der Plattform fit4internet fortgeführt. Der Referenzierungsprozess, der es Bildungsanbietern ermöglicht, ihre Kursangebote gemäß dem Digitalen Kompetenzmodell für Österreich Dig Comp 2.2 AT einzuordnen und damit einerseits auf der fit4internet-Plattform gelistet zu werden und andererseits standardisierte Informationen zu den in Kursen vermittelten digitalen Kompetenzen bereitzustellen, steht kurz vor der Fertigstellung. Mit unternehmensspezifischen Lösungen haben künftig Unternehmen auch die Möglichkeit, sowohl Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als auch Bewerberinnen und Bewerbern die vorhandenen CHECKs – inklusive spezifischer Szenarien und Zusatzfragen – anbieten zu können. Damit können Weiterbildungsmaßnahmen zielgerichtet und orientiert an den jeweiligen Kompetenzprofilen entwickelt und angeboten werden.
 

Vorhaben für die Zukunft

„Zusätzlich zu den zahlreichen Strukturmaßnahmen, die einen essentiellen Rahmen für den standardisierten digitalen Kompetenzaufbau in Österreich darstellen, leitet fit4internet aktuell mehr als 15 Projekte österreichweit und arbeitet zielgruppenübergreifend mit Wirtschaftspartnern aus dem Mitgliederkreis und Kooperationspartnern aus ganz Österreich zusammen. Auch 2020 stehen bereits viele Maßnahmen zur Umsetzung an“, so Ulrike Domany-Funtan, Generalsekretärin des Vereins fit4internet. Zurzeit wird intensiv daran gearbeitet, einen weiteren Online-CHECK mit Fokus auf digitale Anschlussfähigkeit im beruflichen Bereich (proCHECK) fertigzustellen sowie weitere CHECK-Varianten und wirtschaftsrelevante Lösungen zu entwickeln: spezifisch für Berufsgruppen und Branchen, unternehmensspezifische Kompetenzmodule (z.B. Compliance, DSGVO), digitale Fitness CHECKs zu individuellen Kompetenzen (z.B. e-Service, Umwelt etc.) oder Kompetenzbereichen (z.B. Sicherheit in der digitalen Welt). MMag. Peter Oswald, Präsident des Vereins fit4internet, ergänzt: „Unser Ziel ist es, die führende Instanz für digitale Kompetenz in Österreich zu werden. Dafür möchten wir weitere Mitglieder für unsere Initiativen und Aktivitäten gewinnen sowie die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Österreich stärken. Die digitale Inklusion – in der Gesellschaft und in den Unternehmen – ist uns dabei ein wichtiges Anliegen. Wir wollen, dass sich die Österreicherinnen und Österreicher sicher und kompetent in der digitalen Welt bewegen können.“